Zukunftssichere Temperiertechnik: 100 % natürliche Kältemittel bei Huber

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Als führender Anbieter hochgenauer Temperiertechnik treiben wir den Wandel zu einer nachhaltigen Kältetechnik konsequent voran. Wir haben den nächsten entscheidenden Schritt vollzogen: Der Vertrieb von Temperiergeräten mit synthetischen Kältemitteln wurde eingestellt. Unser Produktsortiment ist vollständig auf umweltfreundliche, natürliche Kältemittel umgestellt.

Der Huber-Ansatz: Das Gesamtsystem im Fokus

Bei der Entwicklung unserer nachhaltigen Geräteserien betrachten wir stets das Gesamtsystem. Neben der Wahl des optimalen natürlichen Kältemittels (wie R290/Propan oder R744/CO₂) stehen bei uns energieeffiziente Kältekreisläufe, intelligente Regelungstechnik und höchste Langlebigkeit im Vordergrund.

Durch ihre hervorragenden thermodynamischen Eigenschaften ermöglichen natürliche Kältemittel besonders leistungsfähige und energieeffiziente Kälteprozesse bei gleichzeitig minimaler Umweltbelastung.

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • 100 % zukunftssichere Investition: Unabhängig von künftigen regulatorischen Verschärfungen und F-Gase-Beschränkungen.
  • Keine PFAS-Risiko: Natürliche Kältemittel bilden keine bedenklichen Abbauprodukte (Ewigkeitschemikalien) in der Umwelt.
  • Minimale Umweltbelastung: Klimaschonender Betrieb mit GWP-Werten von 0 bis 3.
  • Exzellente Effizienz: Höherer thermodynamischer Wirkungsgrad und reduzierte Betriebskosten (Total Cost of Ownership).
  • Langfristige Service-Sicherheit: Unkomplizierte Wartung und Reparatur durch weltweit unbegrenzt verfügbare Kältemittel.

Ausnahmeregelungen im Produktsortiment

Um den speziellen technischen und regulatorischen Anforderungen aller Branchen gerecht zu werden, gibt es im Huber-Portfolio derzeit folgende Ausnahmen, bei denen im Einzelfall weiterhin synthetische Kältemittel zum Einsatz kommen können:

  1. Semicon-Industrie (Halbleiterfertigung): Für diese Branche gelten aufgrund hochspezifischer Prozessanforderungen und globaler Lieferketten derzeit befristete regulatorische Ausnahmeregelungen.
  2. Besondere Sicherheitsanforderungen: Einzelfälle, in denen der Einsatz natürlicher Kältemittel aufgrund extremer Aufstellbedingungen oder strenger Sicherheitsvorschriften vor Ort technisch ausgeschlossen ist.

Sollten Sie eine Anwendung in diesen Spezialbereichen planen, berät Sie unser Vertriebsteam gerne individuell zu den verfügbaren Lösungen.

Pioniergeist seit 1976 & Green Line

Nachhaltigkeit ist bei Huber keine neuartige Reaktion auf Gesetze, sondern eine jahrzehntelange Haltung. Bereits 1976 haben wir die ersten Geräte mit natürlichen Kältemitteln auf den Markt gebracht. Beliebte Serien wie Ministat, Minichiller, KISS/CC, Petite Fleur oder Tango setzen seit vielen Jahren auf umweltfreundliche Kältemittel.

Ergänzend dazu bieten wir mit unserer Green Line-Serie Hochleistungsgeräte mit dem Kältemittel CO2 (R744) an: Ozonabbaupotenzial ODP = 0, vernachlässigbares Treibhauspotenzial GWP = 1 und absolut nicht brennbar – ideal für anspruchsvolle Labor- und Prozessumgebungen.
 

Nachhaltige Temperiertechnik entdecken

Gesetzlicher Hintergrund: EU-Verordnung (EU) 2024/573

Die zum 11. März 2024 in Kraft getretene EU F-Gase-Verordnung sieht einen schrittweisen Ausstieg („Phase-down“) aus synthetischen Kältemitteln bis 2050 vor. Während der Gesetzgeber für flüssigkeitsumgewälzte Kühler und Thermostate (Kategorie 7) eine Übergangsfrist zum Verbot von F-Gasen bis zum 01.01.2027 einräumt, hat Huber den Umstieg bereits zuvor vollständig abgeschlossen.

Mit den Temperierlösungen von Huber entscheiden Sie sich für eine grüne, hocheffiziente und absolut zukunftssichere Technologie.

Der technologische und ökologische Unterschied

Während synthetische Kältemittel (wie HFKW oder HFO) künstlich im Labor erzeugt werden und beim Austritt in die Atmosphäre jahrzehntelang als Treibhausgase wirken oder halogenierte Abbauprodukte (wie TFA/PFAS) in der Umwelt hinterlassen, sind natürliche Stoffe Teil des globalen Stoffkreislaufs.

Der GWP-Wert im Fokus

Der entscheidende Gradmesser ist das Global Warming Potential (GWP). Es beschreibt, wie viel stärker ein Gas innerhalb von 100 Jahren zur Erderwärmung beiträgt als Kohlendioxid (CO2, welches den Referenzwert GWP = 1 besitzt):

  • Synthetische Kältemittel: Weisen oft GWP-Werte von über 1.300 bis 3.900 auf. Ein einziges Kilogramm entwichenes Kältemittel belastet die Umwelt so stark wie mehrere Tonnen CO2.
  • Natürliche Kältemittel: Besitzen einen GWP von nahezu 0 (z. B. Propan mit GWP = 3 oder CO2 mit GWP = 1).

Sicherheit und Toxizität

Synthetische Gase gelten zwar oft als schwer brennbar, bilden im Brandfall jedoch hochgiftige Flusssäure. Natürliche Kältemittel erfordern aufgrund ihrer Eigenschaften (Brennbarkeit bei Kohlenwasserstoffen, Hochdruck bei CO2) zwar eine präzise Gerätekonstruktion, sind jedoch in ihren chemischen Eigenschaften vollkommen transparent, ungiftig und belasten nach dem Entweichen weder Böden noch Grundwasser.

Welche natürlichen Kältemittel verwendet Huber?

Je nach Leistungsbereich, Anwendung und geforderter Arbeitstemperatur wählen die Huber-Ingenieure das thermodynamisch am besten geeignete Kältemittel aus:

R290 (Propan) – Der hocheffiziente Allrounder

Propan hat sich als exzellentes Kältemittel für den kleinen bis mittleren Leistungsbereich etabliert. Es verfügt über hervorragende thermodynamische Eigenschaften, sorgt für einen exzellenten Wirkungsgrad des Kompressors und ermöglicht ein sehr schnelles Aufheizen und Abkühlen.

R744 (CO2) – Der Spezialist für Hochleistung und Tieftemperatur

Kohlendioxid gewinnt im industriellen Bereich massiv an Bedeutung. Aufgrund seiner hohen Volumeneffizienz ermöglicht es extrem kompakte Kompressorstufen bei gleichzeitig sehr hohen Kälteleistungen im mittleren und tiefen Temperaturbereich. Da es absolut unbrennbar ist, eignet es sich perfekt für sensible Produktionsumgebungen.

Vorteile für Anwender:

  • Hohe Energieeffizienz: Systeme mit R290 oder R744 verbrauchen im direkten Vergleich oft deutlich weniger Strom bei identischer Kälteleistung.
  • Geringe Betriebskosten: Niedrigerer Energieverbrauch gepaart mit günstigen, unlimitiert verfügbaren Kältemitteln senkt die Total Cost of Ownership (TCO).
  • Regulatorische Sicherheit: Keine Pflichten zu aufwendigen Dichtheitsprüfungen oder speziellen Nachweisen, wie sie für viele F-Gase vorgeschrieben sind.

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

Warum werden F-Gase ersetzt?

Fluorierte Treibhausgase (F-Gase) haben ein enormes Treibhauspotenzial und verbleiben sehr lange in der Atmosphäre. Um den globalen Klimawandel einzudämmen, beschränken gesetzliche Vorgaben (wie die F-Gase-Verordnung) deren Einsatz drastisch und erzwingen den Wechsel zu umweltfreundlichen Alternativen.

Ist Propan (R290) als Kältemittel im Labor sicher?

Ja, absolut. Durch moderne, hermetisch geschlossene Kältekreise, minimale Füllmengen und das von Huber entwickelte, zertifizierte Sicherheitskonzept (Trennung von Elektronik und Gas, integrierte Lüftung) ist der Betrieb im Labor genauso sicher wie bei klassischen Systemen.

Welche Vorteile hat CO2 (R744)?

CO2 ist weder brennbar noch giftig (Sicherheitsklasse A1). Zudem bietet es eine hervorragende volumetrische Kälteleistung, was extrem kompakte Bauteile bei gleichzeitig hoher Energieeffizienz in Tiefkühlanwendungen ermöglicht.

Sind natürliche Kältemittel genauso effizient wie synthetische?

In den meisten Fällen sind sie sogar effizienter! Aufgrund ihrer vorteilhaften thermodynamischen Eigenschaften (wie der hohen spezifischen Verdampfungswärme) benötigen die Kompressoren weniger Energie, um die gleiche Kälteleistung zu erbringen.

Muss ich meine bestehende synthetische Anlage zwingend sofort umrüsten?

Nein, bestehende Anlagen unterliegen dem Bestandsschutz. Ein direktes „Umfüllen“ eines Altsystems auf ein natürliches Kältemittel ist zudem technisch meist nicht möglich, da Kompressoren, Öle und Dichtungen speziell auf das jeweilige Gas ausgelegt sein müssen. Bei Neuanschaffungen sollten Sie jedoch direkt auf natürliche Kältemittel setzen, um künftigen Verknappungen und Verboten auszuweichen.

Gemeinsam in eine grüne Zukunft

Planen Sie ein neues Projekt oder möchten Sie Ihre Labor- und Produktionsprozesse nachhaltiger gestalten? Unsere Experten unterstützen Sie bei der optimalen Produktauswahl und kalkulieren die passende Kälteleistung für Ihre Anwendung.

  • Kompetente Beratung: Erfahren Sie im direkten Gespräch, welches Kältemittel für Ihr Prozessfenster optimal ist.
  • Maßgeschneidertes Engineering: Sonderanforderungen? Unsere Konstrukteure passen Sicherheitskonzepte und Gerätelinien individuell an.

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