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Automotive

Produkte und Lösungen für den Bereich

 Automotive


Im Bereich der Automobilindustrie gibt es zahlreiche Anwendungen für unsere Temperiergeräte. Typische Einsatzgebiete sind z.B. Umweltsimulationen, Materialprüfungen sowie temperaturabhängige Stress- und Belastungstests für Werkstoffe, Getriebe, Lager und Motorenteile. Ein weiteres häufiges Einsatzgebiet sind Forschungsaufgaben, Testreihen und Qualitätskontrollen an Batterien, Akkus und Elektronikkomponenten. Forscher und Ingenieure auf der ganzen Welt verlassen sich bei Konzeption, Bau und Betrieb von Prüfständen in der Automotiveindustrie auf Temperiertechnik von Huber.



 Typische Anwendungen

Prüfstandsbau, Materialprüfung, Qualitätskontrolle, Stresstests, Umweltsimulation, Batterieprüfung, Solartechnik, Getriebe-/Lagerprüfung, Forschung, Prüfkammern, Vakuumprüfkammern , u.v.m.



 Referenzkunden

Audi, BWM, Volkswagen, Mercedes-Benz, Renault, Bosch Automotive



 Weiterführende Informationen

 
Huber_TechDoc2.pdf
 
Huber_TechDoc3.pdf


 Produkte & Lösungen
  
Dynamische Temperiersysteme       
Die dynamischen Temperiersysteme der Unistat-Reihe haben vor mehr als 20 Jahren eine Revolution in der Flüssigkeitstemperierung eingeleitet. Unistate sind die ideale Lösung, wenn es um die schnelle und hochgenaue Temperierung von extern angeschlossenen Anwendungen geht. Im V...
   
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Umwälzkühler       
Viele Anwendungen sind auf einen zuverlässigen Kühlkreislauf angewiesen. Umwälzkühler der Unichiller-Reihe bieten ideale Lösungen für umweltfreundliches und wirtschaftliches Kühlen in Labor und Industrie. Zur Auswahl stehen über 50 luft- und wassergekühlte Modelle mit Kälte...
   
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Bad- und Umwälzthermostate       
Das Thermostatenprogramm gliedert sich in zwei Produktlinien, die CC-Modelle und die einfacheren KISS-Modelle. Bei beiden Modellreihen handelt es sich um klassisch konstruierte Laborthermostate mit offenem Bad. Erhältlich sind Bad- und Umwälzthermostate für Heizaufgaben bis ...
   
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 Automotive
 Passende Lösungen für jeden Anwendungsbereich

In der Automobilindustrie und in den Bereichen Luft- und Raumfahrt gibt es zahlreiche Anwendungen für Huber-Temperiergeräte. Typische Einsatzgebiete sind z.B. Umweltsimulationen, Materialprüfungen und temperaturabhängige Stress- und Belastungstests für Werkstoffe, Getriebe, Lager, Treibstoffe und Motorenteile.

Ein weiteres häufiges Einsatzgebiet sind Forschungsaufgaben, Testreihen und Qualitätskontrollen an Batterien, Akkus, Sensoren und Elektronikkomponenten. Forscher und Ingenieure auf der ganzen Welt verlassen sich beim Bau und Betrieb von Prüfständen auf unsere Temperiertechnik.

Heiz- und Kühlsysteme für temperaturabhängige Tests und Materialprüfungen in der Automobilindustrie, Luftfahrt und Raumfahrt

Einsatzgebiete:

  • Prüfstandsbau
  • Materialprüfung
  • Qualitätskontrolle
  • Stresstest
  • Umweltsimulation
  • Batterieprüfung
  • Solartechnik
  • Getriebe-/Lagerprüfung
  • Klima-/Vakuumkammern
  • Satelliten, Raumsonden
  • Kalibrierung
  • u.v.m.

 

Temperaturwechseltests
Für Temperaturwechselstests können kleine Temperierbäder genutzt werden. In der Badöffnung lassen sich schnell und einfach Temperaturtests und Voruntersuchungen an Materialproben durchführen. Für Temperaturtests, die einen großen Temperaturbereich benötigen, bietet sich die Nutzung von leistungsstärkeren Umwälzthermostaten an.

Verschiedene Temperaturbedingungen können simuliert werden, u.a. der oftmals benötigte Temperaturbereich von -40 °C bis +85 °C. Mit unseren Temperiergeräten können je nach Bedarf auch deutlich höhere oder niedrigere Temperaturen von -125 °C bis +425 °C erzielt werden.

Unistat Umwälzthermostate und Kühler für Temperaturwechseltests

 

Prüfstände
Individuell konzipiert bieten wir Temperiergeräte in jeder Leistungsklasse für Temperaturprüfungen an Motoren, Getrieben, Antriebssträngen und anderen Komponenten. Unsere Temperierlösungen eignen sich bestens zur Integration in Prüfstände und sorgen für reproduzierbare Temperaturen.

Falls Ihre prüfstandsseitigen Anforderungen aufgrund von Materialunverträglichkeiten, Druck, Viskosität, Durchflussraten etc. eine Systemtrennung in Primär- und Sekundärkreislauf notwendig machen, bietet Huber die Möglichkeit der Auslegung und Lieferung von externen Wärmetauscher-lösungen in loser oder angebauter Ausführung.

Temperatur und Temperiertechnik für Prüfstände und Prüfstandsbau

 

Direktbetrieb mit Wasser-Glykol
Viele unserer Unistate können direkt mit Wasser-Glykol als Temperierflüssigkeit betrieben werden:
Von -35 °C bis +95 °C: Petite Fleur, Grande Fleur
Von -30 °C bis +95 °C: Unistat Tango w/wl, 405/w, 410/w, 425/w, 430/w, 510/w, 520/w, 525/w, 527w, 530w, 610/w, 615, 620/w, 625/w, 630/w, 635/w, 640/w
Unistate zeichnen sich durch schnelles Aufheizen und Abkühlen und weite Temperaturbereiche aus. Eine preisgünstige Alternative sind Unichiller mit optionaler Heizung.

Temperierung, Umwälzung, Kühlung mit Wasser-Glykol

 

Ergänzung/Alternative zur Klimakammer
Huber-Temperiergeräte eignen sich bestens als Alternative oder Ergänzung zu Klimakammern. Unsere Temperiergeräte sind flexibel für verschiedene Tests einsetzbar und oftmals günstiger als Klimakammern. Ein weiterer Vorteil ist die hohe Temperiergeschwindigkeit, die mit Unistaten erreicht werden kann. Wärme- und Kälteleistungen können schnell und punktgenau übertragen werden – ein entscheidender Vorteil bei vielen Funktionstests und Materialprüfungen.
Die Kombination von Temperiergerät und Klimakammer
erlaubt die gleichzeitige Simulation von Prüflingstemperaturen in Abhängigkeit von Umgebungstemperaturen.

Klimakammern, Vakuumkammern und Thermalshrouds schnell und hochgenau temperieren

 

Temperierlösungen für Prüfstandsbau, Automotive und Luft-/Raumfahrt

  • Batterietest
    Funktionstest für Lithium-Ionen-Akkus in Elektroautos
  • Getriebeöltest
    Ständiges Erhitzen und Abkühlen zur Haltbarkeitsprüfung
  • Kalibrierung
    Kalibrieraufgaben im Bereich der Fahrzeugsensorik
  • Charpy Impact Test
    Verformungsvermögen bei Komponenten von Klimaanlagen
  • Fogging-Test
    Messung flüchtiger Stoffe in Materialien des Automobilinnenraums
  • Vicat-Test
    Prüfung zur Erweichungstemperatur von Kunststoffen
  • Cold Filter Plugging Point
    Bestimmung der Filtrierbarkeitsgrenze von Dieselkraftstoffen
  • Kraftstofftemperierung
    Haltbarkeitsprüfung von Kraftstofftanks
  • AdBlue® Temperierung
    Abgasnachbehandlung von Dieselkraftstoffen im Automobil
  • Stresstest an Prüfständen
    Dauerbelastung von Fahrzeugkomponenten über mehrere Wochen unter extremem Temperatureinfluss
  • Korrosionsprüfung
    Korrosionstest bei zyklischer Temperaturschwankung, Nässe und Salzsprühnebel
  • Thermal-Vakuum-Kammer (TVK)
    Temperierung von Thermal-Vakuumkammern für Material- und Komponententests unter Weltraumbedingungen

KFZ Materialprüfungen und Qualitätstests temperieren

 

IIndividuell konfigurierbar – Optionen für Ihre Anwendung

Wärmetauscher
Externe Wärmetauscher zur Trennung der Fluidkreisläufe von Temperiergerät und Anwendung ermöglichen einen indirekten Betrieb mit fast allen Temperierflüssigkeiten (z.B. bei Viskositätsproblemen, Materialunverträglichkeiten).

Fühleroptionen
Große Fühlerauswahl zur Temperaturmessung und -regelung an nahezu allen relevanten Stellen innerhalb der Applikation sowie im Vorlauf und/oder Rücklauf.

Automatisierung
Unterstützung gängiger Datenkommunikationsstandards und Softwarelösungen für Datenaufzeichnung, Fernsteuerung und Programmierung. Schnittstellen: z.B. Profibus, Modbus TCP, Ethernet, OPC-UA, RS232, RS485, USB, Analog.

Durchfluss
VPC-Bypässe und verschiedene Durchflussmesser erlauben eine präzise Messung und Regelung von Druckleistung und Durchflussmenge.

Umwälzpumpen
Verschiedene Pumpenoptionen und optionale Druckerhöhungspumpen ermöglichen eine flexible Anpassung von Druckleistung und Fördermenge an die jeweilige Applikation.

Schnellverschlüsse
Schnellverschlüsse erleichtern den Wechsel der Applikation am Temperiergerät. Nur geringe Druckverluste gewährleisten eine gute Performance des Gesamtsystems.

Wasser-Glykol
Ein Direktbetrieb mit Wasser-Glykol als Temperiermedium ist mit vielen Unistaten möglich, ebenso die Verwendung von elektrisch-nicht-leitenden Flüssigkeiten (z.B. 3M Novec).

Expansion
Zur Kompensation von temperaturbedingten Volumenänderungen sind verschiedene Expansionsgefäße als Zubehör erhältlich.

Direktbetrieb oder mit Wärmetauscher
Grundsätzlich sind zwei Betriebsvarianten für das Temperiergerät verfügbar. Variante 1 ist der Betrieb über einen externen Wärmetauscher. Vorteil: Anwendungskreislauf und Temperierkreislauf werden getrennt und anwendungsseitig kann eine beliebige Temperierflüssigkeit eingesetzt werden. Variante 2 ist der Direktbetrieb z.B. mit Wasser-Glykol, 3M Novec oder anderen zulässigen Temperiermedien.

Temperierkreislauf über Wärmetauscher oder Direkt

 

Platzsparende Komplettlösungen

Anbauteile rückseitig
Die optional verfügbaren Komponenten wie Durchflussmesser, Bypass, etc. können je nach Anforderung kundenseitig montiert oder platzsparend direkt am Gerät verbaut werden (ab Werk).

Anbauteile "on TOP"
Bei diesem Konstruktionsbeispiel wurden sämtliche Zusatz-Komponenten gemäß Kundenwunsch "on top", also auf dem Temperiergerät verbaut. Vorteil: das Temperiergerät benötigt keine zusätzliche Stellfläche und kann somit einfach und platzsparend aufgestellt werden.



In das Aufbaugehäuse integriert sind u.a. Bypass, Durchflussmengenmesser, Zusatzpumpe, Schnittstellen, etc.

 

Temperierung mit Durchflussmengenregelung für temperaturabhängige Materialtests, Stresstests und Umweltsimulationen

 


Anwendungsbeispiele

Kraftstofftemperierung
Huber-Temperiergeräte werden zum zyklischen Erhitzen/Abkühlen von Benzin oder Diesel eingesetzt. Durch zyklisches Erhitzen und Abkühlen der Kraftstoffe wird die Lebensdauer der Oberfläche des Kraftstofftanks getestet. Für den Test eignen sich besonders dynamische Temperiersysteme, die schnelle Temperaturwechsel vollziehen und einen großen Temperaturbereich abdecken.

Filtrierbarkeitsgrenze
Die wichtigste Prüfung für die Kältebeständigkeit des Dieselkraftstoffs ist die Filtrierbarkeit nach dem CFPP, dem Cold Filter Plugging Point Test nach EN 116. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt können Paraffinkristalle den Fließwiderstand im Kraftstofffilter vergrößern, dass eine ausreichende Kraftstoffförderung nicht mehr möglich ist.

Werkstoffverformung
Komponenten, wie Kondensatoren, Luftführungen und Ausströme sind häufigen Temperatureschwankungen zwischen -90  °C bis +150  °C ausgesetzt. Das Werkstoffverhalten der unterschiedlichen Komponenten lassen sich mit Kälte- Badumwälzthermostate unter verschiedenen Belastungs­bedingungen testen.

AdBlue® Temperierung
Die Anwendung findet im SCR-Katalysator (selective catalytic reduction, SCR) statt. Dort wird durch selektive katalytische Reduktion der Ausstoß von Stickoxiden (NOx) um etwa 90 % (im Stationärbetrieb) reduziert. Die Flüssigkeit ist eine wasserklare, synthetisch hergestellte 32,5-prozentige Lösung hochreinen Harnstoffes in demineralisiertem Wasser.

Ausgasungstest
Für die Foggingprüfung (nach EN 14288 und DIN 75201) einzelner Bauteile des Pkw-Innenraums im Labor bieten wir verschiedene Temperiergeräte an.
Bei der Erwärmung entweichen die flüchtigen Bestandteile aus dem Bauteil und schlagen sich in der (kälteren) Bauteilumgebung nieder. Zum Erwärmen des Bades dient die KISS- und CC-Reihe, für die richtige Kühlung sorgt zum Beispiel ein Minichiller 280.

Weltraumbedingungen
Zur Durchführung von thermischen Funktionstests unter Weltraumbedingungen eignen sich Unistate für die hochgenaue und schnelle Temperierung von Thermal Plates und Shrouds innerhalb von Vakuumkammern. Weitere Einsatzgebiete für Unistate sind Testanlagen mit Vakuumkammern, in denen Thermalzyklen und Thermal-Vakuum-Tests zur Flug-Qualifikation von Röntgeninstrumentierungen und Satelliten-Subsystemen durchgeführt werden.

Getriebeöltest
Für Getriebeöltests kann beispielsweise ein Unistat mit Arbeitstemperaturen von -40  °C bis +250  °C zur Temperierung genutzt werden. Das Getriebeöl wird durch einen Plattenwärmetauscher gepumpt und durchläuft in verschiedenen Zyklen definierte Temperaturprofile.

Erweichungstemperatur
Mit Hilfe des Vicat-Tests werden Aussagen über die Erweichungstemperatur von Kunststoffen gemacht. Mit definierter Druckspannung und konstanter Erhöhung der Umgebungstemperatur wird eine runde Nadel mit flachem Ende auf die Oberfläche der Probe gedrückt. Je nach gewählter Prüfbedingung muss ein konstanter Temperaturanstieg von 50  °C oder 120  °C pro Stunde erfolgen, bis der Erweichungspunkt (VST) erreicht ist und die Nadel 1 mm tief in das Material gedrungen ist.

Optik, Teleskope
Unistate werden für die hochgenaue Temperierung von Kalibrier- und Vakuumkammern verwendet, um optische Teleskope für die Weltraumforschung zu testen und zu kalibirieren. Unter Hochvakuum werden die Bauteile und Funktionskomponenten realen Bedingungen ausgesetzt.

Additive, Schmierstoffe
Temperaturabhängige Testverfahren zur Entwicklung, Optimierung und Qualitätssicherung von Additiven und Schmierstoffen. Typische Zielsetzungen sind die Verbesserung des Kälteverhaltens bzw. der Viskosität sowie die Optimierung von Alterungsbeständigkeit, Korrosionsschutz, Dispergiervermögen und Schaumverhalten.

Pumpentest
Temperierung von Pumpenprüfständen für Pumpen für flüssige und gasförmige Medien. Durch eine exakte Temperaturführung wird eine hohe Messgenauigkeit und Reproduzierbarkeit für alle Paramater erreicht. Typische Prüfungen, bei denen der Temperatureinfluss eine Rolle spielt, sind Druckprüfungen, Durchflussmengenmessungen, Geräuschmessungen, Leistungsaufnahme, Dichtheitsprüfungen und Langzeittests zur Haltbarkeit.

Sensoren
Zur Funktionsprüfung und Kalibirierung von Sensoren, z.B. Pt100 Fühler, eignen sich Unistate in Kombination mit dem Unical-Kalibrierbad. Das Bad aus Edelstahl ist nach Art eines Kalorimeters aufgebaut und erzielt dadurch eine sehr gute Temperaturhomogenität.
Mittels Programmgeber oder per Ansteuerung über digitale Schnittstelle ist eine Vorgabe von individuellen Temperaturzyklen möglich.

Korrosionsprüfung
Komponenten der Karosserie sind täglich Temperatur-
schwankungen, Nässe und Umwelteinflüssen ausgesetzt. In speziellen Testkammern werden diese Umweltbedingungen mit Nebel, Trockenphasen, Salzlösungen und anderen Korrosionslösungen nachgestellt.
Wichtig dabei sind zyklische Temperaturschwankungen. Hierfür eignen sich dynamische Temperier­geräte von Huber, um präzise Temperaturwechsel über mehrere Testphasen hinweg zu prüfen.

Materialstresstest
Im Automobilsektor müssen sämtliche Fahrzeugkomponenten unterschiedlichsten Stresstests unterzogen werden – oftmals auch unter klimatischen Extrembedingungen. Die Komponenten müssen diese Belastungen mit zyklisch wechselnder Temperatur mehrere Wochen bzw. Monate aushalten. Unistate sind hierfür die erste Wahl. Die Geräte sind für einen zuverlässigen Dauerbetrieb ausgelegt und ermöglichen extrem schnelle Temperaturwechsel.

Batterietest
Lithium-Ionen-Akkus werden unter anderem in Elektro­autos eingesetzt. Diese müssen vor Einbau verschiedene Temperaturtests bestehen. In einer Klimakammer wird dafür eine Umgebungstemperatur von -20  °C bis +40  °C erzeugt. An einer Teststelle innerhalb der Klimakammer wird mit Schläuchen ein Unistat angeschlossen, welche nun von -40   °C bis +100  °C temperiert werden kann.

Sonderlösungen
Wenn Sie eine speziell an Ihre Bedürfnisse angepasste Temperierlösung benötigen, dann freuen wir uns auf Ihre Anfrage. Gerne beraten wir Sie persönlich und stellen Ihnen passende Lösungsansätze vor oder zeigen Ihnen bereits realisierte Referenzprojekte mit vergleichbaren Anforderungen.


Success Story

Seit dem Beginn der Raumfahrt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler zahlreiche faszinierende Einblicke in unser Universum erlangt. Unvergessen sind die Meilensteine der Weltraumforschung wie der erste Schritt von Neil Armstrong 1969 auf den Mond. Doch noch immer birgt das Weltall viele Geheimnisse.


In benachbarten Sonnensystemen existieren unzählige Planeten, über die fast nichts bekannt ist. Sie befinden sich außerhalb des gravitativen Einflusses unserer Sonne und umkreisen andere Sterne. Aus diesem Grund bezeichnet man sie auch als extrasolare Planeten – kurz „Exoplaneten“. Bisher konnten mit den verfügbaren Untersuchungsmethoden nur die Eigenschaften von Planeten in unserem eigenen Sonnensystem erforscht werden, die Charakteristika der Planeten in anderen Systemen blieben im Dunkeln.


Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat mit CHEOPS (CHaracterising ExOPlanetSatellite) nun eine Mission initiiert, die Erkenntnisse zu diesen Exoplaneten liefern soll. In enger Zusammenarbeit mit einer Forschungseinrichtung in der Schweiz entstand ein 300 Kilogramm schweres optisches Teleskop mit einer 30 Zentimeter großen Öffnung und einer Länge von 1,2 Metern.


Das Teleskop sammelt seit 2017 mithilfe der „Transitmethode“ Informationen über die bislang bekannten Exoplaneten: Wandert ein Planet vor seinem Zentralstern durch, nimmt dessen Helligkeit aufgrund des Schattens des Planeten ab. Dieser Vorgang wird bei der Transitmethode durch das Teleskop beobachtet. Aus der Abnahme der Helligkeit wird der Durchmesser des Planeten abgeleitet. Mit erdstationierten Instrumenten und einer weiteren Methode – der sogenannten Radialgeschwindigkeitsmethode – kann außerdem die Masse der Planeten bestimmt werden. Kennt man Durchmesser und Masse, lässt sich daraus auch die Dichte berechnen. Diese wiederum liefert Hinweise, ob der Planet aus Gas, Eis oder Stein besteht. Mit CHEOPS kann also eine Vielzahl wichtiger Kennzahlen zu den bislang unbekannten Planeten in anderen Sonnensystemen gesammelt werden.


Vakuumkammer für Weltraumsimulation
Für den Erfolg der CHEOPS Mission ist es enorm wichtig, dass das Teleskop hochpräzise und zuverlässig arbeitet. Dazu ist eine exakte Vorbereitung mit einer Vielzahl von Tests notwendig. Diese können auf der Erde nur in Simulationskammern durchgeführt werden, die Weltraumbedingungen schaffen. Für die Tests des CHEOPS Teleskops wird eine Vakuumkammer verwendet, die speziell für diese hochanspruchsvolle Anwendung konzipiert wurde.

Hohe technische Anforderungen
Die Weltraumsimulationskammer für die Vorbereitung des Teleskops auf seinen Weltraum-Einsatz muss hohe Anforderungen erfüllen:

  • Schaffen von weltraumähnlichen Bedingungen
  • Hohes Temperaturspektrum für Instrumententests bei extremen Temperaturen
  • Schnelle Temperaturwechsel
  • Ausgasungsarme Kammeroberflächen im Vakuum
  • Oberflächen ohne Partikelfreisetzung für Tests unter Reinraumbedingungen

Die Vakuum-Experten bei unserem Kunden entwickelten hierfür eine 5,5 Tonnen schwere Kalibrier- und Vakuumkammer für das CHEOPS-Teleskop. Dabei wurden von Beginn an alle spezifischen Anforderungen der Anwendung berücksichtigt. So können die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, um das Teleskop und seine Komponenten unter Echtheitsbedingungen zu testen und zu kalibrieren.

Schon vor der eigentlichen Auslieferung begann die akkurate Vorbereitung der Kammer: Da bei den optischen Tests der Teleskop-Komponenten keine Reflektionen an den Kammerwänden auftreten dürfen, ist der Innenraum mit einer schwarzen Spezialfarbe beschichtet. Diese Farbe ist zudem optimiert für die Absorption der Wärmestrahlung der Testobjekte. Während der Tests im Vakuum darf aus dem Innenanstrich der Kammer keine chemische Substanz entweichen. Aus diesem Grund bauten die Vakuum-Spezialisten die Kammer noch vor der Auslieferung komplett auf, nahmen sie in Betrieb und erhitzten sie für mehrere Wochen auf 160 Grad Celsius, um so das Ausgasen der Kammeroberflächen zu ermöglichen.

Nach Abschluss dieses Prozesses wurde die Kammer wieder zerlegt und zusammen mit drei Huber-Temperiergeräten und dem notwendigen Vakuumzubehör zum Endanwender transportiert.
Im Reinraumlabor der Forschungseinrichtung wurden nun nach und nach die Komponenten des Teleskops im Vakuum Temperaturen zwischen -80 °C und +140 °C ausgesetzt. Später wurden zudem das Strukturmodell sowie abschließend das finale Fluginstrument in der Kammer getestet.

Anspruchsvolles Vakuumsystem
Die Thermal-Vakuumkammer ist drei Meter lang und hat einen Durchmesser von 1,8 Metern. Die beiden Hälften der Kammer können mithilfe eines Schienensystems einfach auseinander- und zusammengeschoben werden. Dank der eingebauten Vakuum- und Ventiltechnik kann die Kammer auf UHV-Druck evakuiert werden. Die Innenflächen der Kammer sind spiegelnd elektropoliert.
Im Zentrum der Kammer ist ein optischer Tisch zur Aufnahme des Teleskops positioniert. Ein temperierbarer „Shroud“ umgibt das gesamte Testvolumen und schirmt das Teleskop von den Wänden der Vakuumkammer ab. In Richtung des Testobjekts ist der Shroud mit schwarzer Spezialfarbe versehen und daher auf geringste Absorption und Ausgasung optimiert. Die Farbe „schluckt“ die Wärmestrahlung des Prüflings ähnlich wie der Weltraum.

Mithilfe einer reinraumtauglich isolierten Heizung kann die Kammer auf bis zu +160 °C erhitzt werden. Die beiden Unistate pumpen ein spezielles Thermofluid durch Kanäle im Innern und ermöglichen die Abkühlung auf bis zu -90 °C. Durch die hochgenaue Regeltechnologie der Unistate kann die Temperierung des Thermofluids bis auf wenige Hundertstel Grad genau erfolgen.

Diese Vakuumkammer liefert die Basis für einen weiteren, bedeutenden Schritt in der Weltraumforschung. Mit ihr steht ein universelles Testequipment zur Verfügung, das über das CHEOPS-Projekt hinaus auch für zukünftige Satellitenmissionen verwendet werden kann.

 

  Die Peter Huber Kältemaschinenbau AG bietet die passende Temperierlösung für Ihre Anwendung.
 

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