Technik-Glossar

Gehe zu: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Arbeitstemperatur-Bereich
ist der Temperatur-Bereich, der bei der Umgebungs­temperatur 20 °C vom Thermostaten allein und unter ausschliesslicher Inanspruchnahme der elektrischen Energie und ohne Mitwirkung von Hilfsmitteln erreicht wird. Die Betriebstemperatur, die nur mit Hilfsmitteln erreicht werden kann, wird in Klammern angegeben.
Bei Wärmethermostaten beginnt der Arbeitstemperatur-Bereich aufgrund des Wärmeeintrages des Pumpenmotors und der Isolierung oberhalb der Raumtemperatur und endet bei der Obergrenze der Betriebstemperatur.
Bei Kälte-Wärme-Thermostaten beginnt der Arbeitstemperatur-Bereich bei der Untergrenze der Betriebs­temperatur und endet bei der Temperatur, die bei einem dauerhaften Betrieb mit einer Kältemaschine zulässig ist.
Bei Kälte-Thermostaten beginnt der Arbeitstemperatur-Bereich bei der Untergrenze der Betriebstemperatur und endet bei der Umgebungstemperatur.

Arbeitstemperatur-Bereich, erweiterter
ist der nach unten erweiterte Temperaturbereich, der durch Betrieb einer herstellerseitig definierten Kühlschlange mit Kühlwasser erreicht wird.

Badöffnung
ist die nutzbare Fläche, die für Direkt-Temperierungen zur Verfügung steht, in der Regel auf der gesamten Nutztiefe.

Bad-Thermostat
ist ein Thermostat, der mit einer Umwälzpumpe (Druckpumpe) und einem Badgefäß ausgestattet ist, welches das zu temperierende Objekt aufnimmt. Die Umwälzpumpe dient vorzugsweise zum Durchmischen der Badflüssigkeit, kann jedoch bei Bedarf die Flüssigkeit immer auch durch einen externen geschlossenen Kreislauf befördern, zum Beispiel beim Anschluss von Durchlaufkühlern zur Kühlung von Wärme-Thermostaten.

Bad-/Umwälz-Thermostat
ist ein Thermostat mit einer ausreichenden Badöffnung zur Aufnahme von Objekten zur direkten Temperierung im Bad sowie einer Umwälzpumpe (Druck- und Saugpumpe bei Compatible Control Thermostaten) für geschlossene (Druck­pumpe) oder offene externe (Saugpumpe) Kreisläufe.

Badvolumen (auch Füllvolumen)
ist das Volumen der Temperierflüssigkeit, das zum bestimmungsgemäßen Betrieb des Thermostaten erforderlich ist, jedoch ohne das Volumen von Temperierflüssigkeit in externen Flüssigkeitskreisläufen. Werden zwei Werte angegeben, dann kennzeichnet der kleinere Wert die erforderliche Mindestmenge mit Verdrängereinsatz, der größere Wert die zulässige Höchstmenge. Die Differenz ist das sogenannte Ausdehnungsvolumen. Insbesondere bei extern geschlossenen Anwendungen ist auf die Größe des Ausdehnungsgefäßes zu achten, da der Umwälz-Thermostat die Ausdehnung der im äusseren Kreislauf befindlichen Flüssigkeit zusätzlich mit aufnehmen muss. Je kleiner die Oberfläche des Ausdehnungsgefäßes, desto geringer die Angriffsfläche für Oxidation und Feuchtigkeitsabsorption.

Betriebstemperatur-Bereich
ist der Temperaturbereich, der durch die zugelassene niedrigste und höchste Betriebstemperatur begrenzt ist.

Druckpumpe
dient zur Umwälzung der Temperierflüssigkeit in einem externen geschlossenen Kreislauf und zur Durchmischung im Bad.

Druck-/Saugpumpe
Diese Pumpe besitzt eine Druck- und eine Saugstufe, die von dem selben Motor angetrieben werden. Die Temperierflüssigkeit wird von der Druckstufe aus dem Thermostaten in den Kreislauf befördert, die Saugstufe saugt die Flüssigkeit in den Thermostaten zurück. Eine Druck-/Saugpumpe kann ebenso wie die Druckpumpe für einen geschlossenen Kreislauf eingesetzt werden. Sie bietet gegenüber der reinen Druckpumpe den Vorteil, dass der Druck im externen Kreislauf von positiven Werten (Druck) auf negative Werte (Sog) fällt und im Verbrauch nahezu null ist. Dadurch können auch druckempfindliche Glasgefäße temperiert werden. Zusätzlich kann mit Hilfe einer Druck-/Saugpumpe auch ein offener externer Kreislauf (ein Badgefäß) angeschlossen werden. Dies geht mit einer reinen Druckpumpe nicht, denn diese befördert die Flüssigkeit nur in das Bad. Zum Befördern der Flüssigkeit vom Bad zum Thermostaten zurück ist dagegen die zusätzliche Saugstufe notwendig. Allerdings benötigt man zur Aufrechterhaltung eines konstanten Niveaus im Badgefäß zusätzlich einen sogenannten Niveaukonstanten. Dieser sorgt dafür, dass die Leistungen beider Pumpenstufen auf den gleichen Förderstrom geregelt werden. Nur dann ist im externen Bad eine konstante Flüssigkeitshöhe möglich.

Durchflusskühler (DC®)
ist ein „ungeregeltes“ Kühlgerät ohne Umwälzpumpe, das im externen Kreislauf zwischengeschaltet wird und den Wärme-Thermostaten zu einem Wärme-/Kälte-Thermostaten erweitert. Er dient zum Ersatz der Wasserkühlung und zum Erreichen tieferer Temperaturen.

Durchsicht-Thermostat
ist ein Bad-Thermostat mit durchsichtigen Wänden zur direkten Beobachtung des eingebrachten Temperierobjektes (Modelle 106A bis 118A).

E-grade®
steht für elektronisches Upgrade. Per E-grade kann der Funktionsumfang des Pilot ONE erweitert werden. Über das Bedienfeld wird ein gerätespezifischer Aktivierungskey eingegeben. Dies kann werkseitig erfolgen. Bei nachträglicher Bestellung erhält der Anwender den Aktivierungskey per E-Mail.

Eigentemperatur
ist die Betriebstemperatur eines Wärme-Thermostaten, die bei ausgeschalteter Heizung im stationären Zustand erreicht wird. Sie ist abhängig von der installierten Pumpenmotorleistung, der verwendeten Badflüssigkeit (Viskosität, Dichte) und der Isolation des Thermostaten, zum Beispiel ohne oder mit aufgelegtem Baddeckel.

Einhänge-Thermostat (CC®-E, KISS® E)
ist ein Thermostat, der mit einem Badgefäß, das eine selbstständige Einheit bildet, kombiniert wird. Einhänge-Thermostate sind mit einer Schraubklemme zum Befestigen an beliebige Badwände ausgestattet und können mit einer Badbrücke dauerhaft auf einem Bad oder an einem Stativ befestigt werden.

Eintauchkühler (TC®)
ist ein Kühlgerät mit flexiblem Schlauch und einer Kühlspirale (Verdampfer) zum Eintauchen in beliebige Bäder.

Förderdruck
ist der Überdruck der Umwälzpumpe eines Thermostaten direkt am Druckstutzen, gemessen mit Wasser. Wird in den Tabellen nur ein Wert angegeben, so handelt es sich um den maximalen Förderdruck bei Förderstrom Null. In Diagrammen wird der Förderdruck in Abhängigkeit vom Förderstrom angegeben.

Fördersog
ist der Sog der Umwälzpumpe (Druck-/Saug- oder Duplexpumpe) direkt am Saugstutzen, gemessen mit Wasser. Wird in der Tabelle nur ein Wert angegeben, so handelt es sich um den maximalen Sog bei Förderstrom Null. In Diagrammen wird der Fördersog in Abhängigkeit vom Förderstrom angegeben.

Förderstrom
ist das von der Umwälzpumpe geförderte Flüssigkeitsvolumen pro Zeiteinheit, gemessen mit Wasser. Bei nur einer Zahlenangabe in den Tabellen handelt es sich um den maximalen Förderstrom bei Gegendruck Null. In Diagrammen wird der Förderstrom in Abhängigkeit vom Förder­druck (Gegendruck) angegeben.

Heizleistung
ist die maximale elektrische Leistung des installierten Heizkörpers. Die Heizleistung wird kontinuierlich geregelt und bei Annäherung an den eingestellten Sollwert reduziert.

Industrie-Thermostate (UC®x-Hx)
sind Umwälzkühler (Unichiller) mit werkseitig montierter Heizung. Hohe Kälte-, Heiz- und Pumpenleistungen und kleine Flüssigkeitsvolumina ermöglichen schnelle Abkühl- und Aufheizgeschwindigkeiten. Sie sind ideal zur Temperaturregelung von verfahrenstechnischen Prozessen in einem kleineren Temperaturbereich (-20 bis 120 °C).

Kälteleistungsanpassung, automatische
ist ein Verfahren zur Energie-Einsparung. Die Mikroprozessorsteuerung erkennt, ob entsprechend der Betriebs­temperatur die erforderliche Kälteleistung reduziert werden kann. Die Anpassung erfolgt stetig und führt neben der Energieeinsparung (um bis zu 90 Prozent) zur Schonung des Kompressors, der Verringerung der Wärmeabgabe an die Umgebung und zu einer höheren Temperaturkonstanz.

Kältemittel
befindet sich im Kreislauf des Kälteaggregats und entzieht der Temperierflüssigkeit Wärme, wenn das komprimierte Gas im Verdampfer expandiert und verdampft. Huber verwendet seit 1992 ausschliesslich FCKW-freie und seit 1994 auch H-FCKW-freie (zum Beispiel R22) absolut ozonunschädliche Kältemittel mit ODP (Ozon-Zerstörungspotenzial) gleich null und minimiertem GWP (Treibhauseffekt).

Kälte-Thermostat
ist ein Thermostat, dessen Arbeitstemperaturbereich in der Regel unterhalb der Umgebungstemperatur liegt und welcher der Temperierflüssigkeit vorzugsweise Wärme entzieht. Huber Kälte-Thermostate sind im eigentlichen Sinne Kälte-/Wärme-Thermostate, da ihr Arbeitstemperaturbereich unterhalb und oberhalb der Umgebungs­temperatur liegt und sie der Temperierflüssigkeit Wärme entziehen und zuführen können.

Kälte-Wärme-Thermostat
ist ein Thermostat, dessen Arbeitstemperaturbereich oberhalb und unterhalb der Umgebungstemperatur liegt und der Temperierflüssigkeit entweder Wärme zuführt oder Wärme entzieht.

Kalibrier-Thermostat (CAL)
ist ein Bad-Thermostat mit besonders hoher Temperatur­konstanz und besonders gleichmäßiger räumlicher Temperaturverteilung.

Kompressor-Automatik
ist ein Verfahren bei Kälte-Thermostaten zur Energieeinsparung. Mit Hilfe einer Steuerungslogik im Mikroprozessor wird entschieden, ob die Kältemaschine überhaupt benötigt wird oder ausgeschaltet werden kann.

Netto-Kälteleistung
ist die Leistung, die effektiv im Kälte-Thermostaten oder Umlaufkühler zur Verfügung steht. Die durch die Umwälzpumpe erzeugte Reibungswärme sowie die wegen der nicht idealen Isolation eindringende Wärme sind bereits in Abzug gebracht. Die Angaben der Kälteleistung entsprechen der Netto-Kälteleistung.

Normen
Die Sicherheitsbestimmungen für elektrische Laborgeräte, insbesondere auch für Thermostate, sind in der EN 61010-1 und der EN 61010-2-010 festgelegt. Die Begriffe und die Bestimmung der Kenndaten befinden sich in der DIN 12876-1 und der DIN 12876-2. Hierdurch wurde unter anderem die DIN 12879 abgelöst.

Nutztiefe
ist die im Bad-Thermostat für Direkt-Temperierungen zur Verfügung stehende Flüssigkeitstiefe.

Prozessregelung
ist die Temperaturregelung einer angeschlossenen Applikation (zum Beispiel Reaktor). Ein sich in der angeschlossenen Applikation befindlicher Temperaturfühler (Pt100, 4-Leiter-Technik, Lemosa-Steckverbinder) wird mit dem Thermostaten verbunden. Die externe Ist-Temperatur wird erfasst, die Betriebstemperatur des Thermostaten permanent berechnet und angepasst. Je nach Betriebstemperatur, Isolationsverlusten und Exothermie kann die Betriebs-temperatur (Vorlauftemperatur) am Verbraucher deutlich über oder unter dem Sollwert der Applikation liegen. In diesem Zusammenhang sind die sicherheitsrelevanten Grenzen der Temperierflüssigkeit unbedingt zu beachten.

Schnittstelle, analoge
dient zur Eingabe des Temperatur-Sollwerts beziehungsweise zur Ausgabe des Temperatur-Istwerts in analoger Form als Stromsignal (0/4-20 mA oder 0-10 V).

Schnittstelle, digitale
dient zum Datenaustausch zwischen verbundenen Geräten in digitaler Form über die Datenleitung. Übertragen werden hauptsächlich Temperatur-Soll- und lstwert. Die RS232-Schnittstelle arbeitet seriell und stellt eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung dar. Das bedeutet, dass gleichzeitig nur zwei Teilnehmer, zum Beispiel Thermostat und PC, über die Schnittstelle miteinander kommunizieren können. Die Schnittstelle RS485 ist eine adressierbare Schnittstelle, an die bis zu 32 Teilnehmer angeschlossen werden können. Jeder Teilnehmer dieses Bus-Systems hat seine eigene Adresse.

Sicherheitsklasse
In Thermostaten können nicht brennbare oder brennbare Temperierflüssigkeiten zum Einsatz kommen. Die jeweils sicherheitstechnischen Anforderungen sind in der DIN 12876 festgelegt. Entsprechend unterschieden wird zwischen den Klassen NFL (Non-flammable) mit eingebautem Überhitzungsschutz ausschliesslich für nicht brennbare Flüssigkeiten und FL (Flammable) mit einstellbarem Übertemperaturschutz und Unterniveauschutz für brennbare Flüssigkeiten (alle Huber Thermostate).

Temperaturhomogenität
ist der Temperaturunterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten gemessenen Temperatur in einem Badgefäß. Im Vergleich zur Temperaturkonstanz wird dabei nicht nur die zeitliche, sondern auch die räumliche Temperaturverteilung im Badgefäß ermittelt. Die Temperaturhomogenität ist von verschiedenen Faktoren abhängig und wird beeinflusst z. B. von der Art und der Viskosität des Temperiermediums, von der Stärke der Umwälzung oder von in das Badgefäß eingebrachten Objekten.

Temperaturkonstanz
ist der Temperaturunterschied zwischen der höchsten und der niedrigsten gemessenen Temperatur dividiert durch zwei. Dieser Wert wird an einer Messstelle (z. B. am geometrischen Mittelpunkt eines Badgefäßes oder am Pumpenausgang) innerhalb eines definierten Zeitraumes (z. B. 30 min) bestimmt. Nach DIN 12876 erfolgt die Angabe bei 70°C (mit Wasser) für einen Wärme-Thermostaten, bei -10°C (mit Ethanol) für einen Kälte-Thermostaten.

True Adaptive Control
TAC analysiert die Regelstrecke und erzeugt ein mehrdimensionales Modell der Temperieranlage. Der Temperaturregler wird mit den besten Regelparametern versorgt und passt sich auch bei stark schwankenden Anlagenbedingungen optimal an.

Umgebungstemperatur-Bereich
ist der zulässige Temperaturbereich der Umgebung, in dem das Gerät einwandfrei funktioniert. Er beträgt für alle Huber-Geräte, die in diesem Katalog enthalten sind, 5 - 40 °C. Die angegebenen Kälteleistungen beziehen sich auf eine Umgebungstemperatur von 20 °C.

Umwälzkühler (UC®)
sind spezielle Kälte-Thermostate, die ausschliesslich als Umwälz-Thermostate aufgebaut sind. Durch Bauform (Desktop, Tower), Kühl- und Pumpenleistungen haben sich Umwälzkühler als eigenständige Geräte herausgebildet. Sie werden oft als Ersatz für die Kühlung mit Leitungswasser eingesetzt. Sie haben in der Regel kein frei zugängliches Bad (Ausnahme: Minichiller).

Umwälz-Thermostat (Unistat®)
ist ein Thermostat, bei dem die Temperierflüssigkeit durch einen offenen oder geschlossenen externen Kreislauf befördert wird. Unistate haben eine thermisch ent­koppelte, aktive Oberfläche (Ausdehnungsgefäß), wobei die Oberflächentemperatur nicht der Betriebstemperatur entspricht. Sie haben kein Bad.

Variable Pressure Control VPC
Drucksteuerung über eine drehzahlgeregelte Pumpe mit elektronisch geregeltem Sanftanlauf oder bei größeren Unistaten mit stufenlos geregeltem Bypass (Option). Der Druck wird über einen internen Drucksensor erfasst.
Optional kann ein externer Drucksensor direkt am Temperierobjekt montiert werden. VPC sorgt dafür, dass der Durchfluss innerhalb der eingestellten Druckgrenze auf dem maximalen Wert gehalten wird.

Wärme-Thermostat
ist ein Thermostat, dessen Arbeitstemperaturbereich hauptsächlich oberhalb der Umgebungstemperatur liegt und welcher der Temperierflüssigkeit vorzugsweise Wärme zuführt.
 



    Beratung & Verkauf
    Kataloge & Broschüren
    Neuheiten und Termine
    Fallstudien aus der Praxis
    3-2-2 Garantieregistrierung
    Service, Wartung, Kundendienst
    Angebotsanfrage
    Fachhandel & Vertretungen
    Download-Center
 
Peter Huber Kältemaschinenbau Home  |  Kontakt  |  AGB  |  Impressum  |  Sitemap  Mobile Website